Studieren und COVID-19

Ein universitäres Studium ist mehr als nur das Ansammeln von Fachwissen. Traditionell gehört dazu auch der persönliche Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden. Dieses Miteinander von Studenten, Tutoren, Forschern und Dozenten ist in Zeiten der Corona-Pandemie jedoch in Gefahr, wie u.a. der Tagesspiegel am Beispiel der Berliner Humboldt-Uni (HU) zeigt. Um wenigstens ein eingeschränktes Präsenzstudium zu ermöglichen, sollen womöglich Hörsäle umgebaut oder die Studierenden in zeitlich gestaffelten Kohorten unterrichtet werden. Letztlich wird jedoch trotz allem ein Großteil der Lehre in digitalen Formaten stattfinden. An der HU hofft man, auch so etwas wie Gemeinschaft online ermöglichen zu können.

Erststudium nicht steuerlich anrechenbar

Wie u.a. die Frankfurter Allgemeine berichtet, können Steuerzahler die Kosten eines grundständigen Studiums nicht als Werbungskosten geltend machen. Das entschied nun das Bundesverfassungsgericht. Umstritten ist diese Regelung unter anderem, da spätere Weiterbildungen, also etwa auch ein Zweitstudium, durchaus steuerlich absetzbar sind. Für die allermeisten Studierenden macht die Abzugsfähigkeit während des Studiums zwar keinen Unterschied, da sie in der Regel ohnehin kaum einkommenssteuerpflichtig sind. Da Kosten jedoch grundsätzlich auch rückwirkend angerechnet werden können, würden sich immerhin beim Berufseinstieg Steuern sparen lassen, hätte das Gericht in letzter Instanz anders geurteilt.