Armut im Studium

Studieren in Deutschland bedeutet ein enormes persönliches Armutsrisiko. Nach aktuellen Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat fast jeder dritte Student weniger als 60% des mittleren Einkommens zur Verfügung und ist damit statistisch gesehen von Armut betroffen. Wie Deutschlandfunk Kultur, TAZ und andere Medien berichten, sind vor allem steigende Wohnkosten und Lebensmittelpreise ein Problem. Im Ergebnis trägt die prekäre finanzielle Lage im Studium weiter dazu bei, dass junge Menschen aus ärmeren und bildungsfernen Familien eine noch schlechtere Chance haben, durch Bildung einen sozialen Aufstieg zu schaffen. Studierendenverbände fordern daher eine Erhöhung der BaFöG-Sätze sowie die Umwandlung der staatlichen Hilfen vom derzeitigen Darlehenssystem in einen Vollzuschuss.