Plagiat und Politik II

Die öffentlichen Kontroversen um die wissenschaftlichen Leitungen prominenter Politiker lösen immer wieder auch Rückfragen an den akademischen Betrieb aus. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk geht Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität Berlin, jedoch davon aus, dass die bekannten Fälle nicht repräsentativ für wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten allgemein seien. Ihrer Ansicht nach seien Täuschungsversuche in der Praxis sehr selten und die Professoren in aller Regel in der Lage, die eingereichten Arbeiten kritisch und zutreffend zu bewerten. Warum es dennoch immer wieder zu ganz offensichtlichen Plagiaten kommt, die teils erst lange nach der abschließenden Beurteilung entdeckt werden, blieb in ihrer Stellungnahme offen.