Afrikanische Kirchen als Träger sozialer Entwicklung

Eine klassische eurozentristische Perspektive sah das subsaharische Afrika in Sachen Religion lange Zeit fast ausschließlich als Missionsgebiet. Doch auch wenn europäische Kirchen in kolonialistisch und imperialistisch geprägten Epochen großen Einfluss hatten und noch heute haben, sind afrikanische Gesellschaften bei weitem nicht nur Objekte einer von außen bewirkten Christianisierung. In Ihrer Abschlussarbeit zum Thema “African Initiated Churches (AICs) in Townships of South Africa” beschäftigt sich Nora Milena Vehling daher insbesondere mit kirchlichen Gemeinschaften, die von Einheimischen selbst gegründeten wurden. Ihre Fallstudie untersucht dabei im Einzelnen die südafrikanische Gilgal Bible Church und deren Position in den lokalen gesellschaftlichen Strukturen sowie ihr Potenzial als soziale Entität für eine nachhaltige Entwicklung.